Einige Tips und Infos zur Unterwasserfotografie

Für die Unterwasserfotografie bedarf es entweder einer wasserdichten Kamera oder einer in ein Unterwassergehäuse verpackten Kamera. Inzwischen gibt es Kameras, die ohne Gehäuse bis zu 15 Metern wasserdicht sind. Unterwassergehäuse gibt es für alle Kameratypen, also für Kompakt-, System- und DSLR-Kameras. Die Gehäuse halten regelmäßig Wassertiefen von 40 Metern und mehr aus.

Entscheidend für die Frage, für welches System man sich entscheiden sollte, sind die persönlichen Ansprüche. Hierfür ist es hilfreich, sich über die speziellen Probleme der Unterwasserfotografie (neben dem für Menschen ungewohnten Aufenthalt unter der Wasseroberfläche) im Klaren zu sein:

  • Die Sichtigkeit unter Wasser ist selbst in klarsten Gewässern deutlich geringer als über Wasser, hier von Nebel einmal abgesehen.
  • Farben, insbesondere die Farbe Rot, werden vom Wasser herausgefiltert. Schon ab einer Wassertiefe von 5 Metern verschwinden die Rottöne.
  • Das Wasser ist voller Schwebeteilchen.

Deshalb gilt es beim Fotografieren unter Wasser:

  • möglichst nah ans Motiv heranzukommen
  • Externe Lichtquellen (Blitz, Lampe) einzusetzen
  • Reflektionen von Schwebeteilchen möglichst zu vermeiden.

Mit in Gehäusen eingepackten (spiegellosen) System- sowie mit DSLR-Kameras lassen sich diese Wünsche am leichtesten erfüllen. Eine Vielzahl von verfügbaren Objektiven erlaubt es, bei den verschiedenen Aufnahmesituationen (von Macro bis Weitwinkel) mit dem Objektiv nahe ans Motiv zu kommen (bei Tieren gilt dies wegen der Fluchtdistanz eher nur theoretisch). Die Gehäuse bieten die Möglichkeit, ein oder mehrere Blitze (auch über lange Blitzarme, um Reflektionen der Schwebeteilchen unmittelbar ins Objektiv zu vermeiden) zu montieren und diese entweder über Kabel oder über Lichtleiter zu steuern.
Ganz wichtig für die Unterwasserfotografie: Die Kamera sollte manuell steuerbar, d.h. Zeit und Blende vom Fotografen einstellbar sein. Nur hierdurch gelingt der Abgleich von natürlichem Umgebungslicht und Blitzlicht.

Ein Schnorchler, der in Oberflächennähe Erinnerungen festhalten will, ist mit einer wasserdichten Kompaktkamera in der Regel gut bedient.

Rolf Stüsser

 

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